Lost in Otjiwarongo...
- 12. Aug. 2015
- 2 Min. Lesezeit
Ich schon wieder :) Mit einer neue Folge: Susi goes Namibia. Heute: Lost in Otjiwarongo...
Nachdem wir nun "schon" eine Woche hier sind haben wir uns auch langsam eingelebt und so passiert es langsam aber sicher, dass wir auch wieder den Kopf frei haben für Dinge, die uns Zuhause sonst so beschäftigen. Das führte dazu, dass ich mich Samstagabend mit Wera und Navi gemeinsam beim joggen wiederfand. Es ist ja sowieso schon etwas befremdlich als Weißer hier so durch die Gegend zu laufen. Das dann aber noch in Sportklamotten und im Laufschritt zu tun fühlt sich noch komischer an. Zumal man hier auf ein Mal eine ganz andere Sicht auf die Dinge bekommt und sich fragt "Warum mach ich das eigentlich? Ich sollte mich glücklich schätzen, wenn ich die Option habe kugelrund zu werden."
Da ich das aber dann doch nicht werden will gehe ich nun also jeden Abend joggen. Das ist auch einfach echt schön. Man kommt nach nem langen Schultag mal raus, sieht die Sonne untergehen und hat zu dem Zeitpunkt auch ausnahmsweise mal die richtige Temperatur (genau zwischen der jetzt schon totalen Hitze Mittags und den 5 Grad nachm Sonnenuntergang). So joggten wir also auch am Samstag beschwingt durch Otji und hatten uns auch schon die perfekte Route überlegt. Idiotensicher im Quadrat. So haben wir uns das zumindest gedacht... Wir waren also auf unserer letzten Wegstrecke, ganz in der Überzeugung an der nächsten Ecke das Heim wieder zu sehen. Doch....(Achtung, die Spannungsmaus) ....da war kein Heim. Überhaupt sah alles auf ein Mal irgendwie ganz anders aus als in unserer Hood. Und so sind wir dann etwas lost durch Otji geirrt, in der Hoffnung, dass wir vor Sonnenuntergang/der Dunkelheit unser Zuhause wieder finden. Hat dann Gott sei Dank auch grad noch so geklappt. Bis heute habe ich keine Ahnung wie es bei dem schönen Quadrat, was wir gelaufen sind, passieren konnte, dass wir uns so verlaufen :D Habe während dem (unfreiwillig dann etwas sehr längerem) Ausflug auch festgestellt, dass es doch eine sehr gute Idee war sich gegen Tollwut impfen zu lassen. Ich erinner mich noch zurück als die kleine Susi beim Tropenmedziner saß und der meinte "Naja, Tollwut wird ja hauptsächlich von Hunden und Fledermäusen übertragen. Ich denke, das wird schon nicht so das Thema sein dort." Falsch gedacht... Jeder, also wirklich JEDER, hat hier mindestens 3 Hunde und als wir so unsere Runde gedreht haben, mussten wir feststellen, dass es für die Einheimischen trotzdem manchmal normal is das Gatter/Tor zu ihrem Grundstück (hier ist jedes noch so kleine Grundstück mit einem 2 Meter hohen Zaun und Stacheldraht noch obendrauf umrandet) offen zu lassen. Na wenigstens waren wir mit bellenden und knurrenden Hunden hinter uns motivierter schneller zu laufen :D
Jetzt aber genug von der Afrika-Front. Meine Freistunde ist vorbei und ich muss wieder los zu den lieben Kleinen. Noch 2 Tage dann sind Ferien :) :) :)
Fühlt euch alle gedrückt!
Susi






















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